RN 04.06.2011: Teil des Betreuungsangebots

Reutlingen. Mit einem Fest für Groß und Klein feierte der Dachverband Arbeitskreis der Kleinkindergruppen Reutlingen (AK) am Samstagnachmittag im Garten der "Rappelkiste" seinen fünften Geburtstag.

Etwa 100 aktive und ehemalige Vorstände von Kleinkindergruppen, Eltern sowie ältere und jüngere Kinder waren gekommen, um im Garten der "Rappelkiste", einer der 21 Mitgliedsvereine des kleinen Dachverbandes, den ungezwungenen Austausch mit anderen engagierten Eltern in der Kleinkinderbetreuung bei Kaffee, Kuchen und Sonnenschein zu genießen. Währenddessen frequentierten ihre Kinder mehr oder weniger mutig die Hüpfburg und probierten den Barfußpark aus.

Der Arbeitskreis der Kleinkindergruppen Reutlingen und viele seiner Mitgliedsvereine hatten ihre Arbeit auf abwechslungsreichen Plakaten dargestellt. Im Juni 2006 wurde der lange Jahre informell arbeitende und durch ehrenamtliche Sprecherinnen geführte AK, dank der Unterstützung der Stadt Reutlingen und der BAGE (Bundesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen), als Verein gegründet.

Birgit Moczygemba, eine der fünf ehrenamtlichen AK-Vorstandsfrauen, betonte in ihrer Begrüßung, wie wertvoll es zu diesem Zeitpunkt war, dass Gundula Neuscheler als langjährige Sprecherin des AK und Carola Reinmuth, beide mit viel Erfahrung im Vorstand von Elterninitiativen, als Fachberaterinnen für die von der Stadt Reutlingen finanzierte Kontakt- und Beratungsstelle gewonnen werden konnten. Die immer noch zumeist ehrenamtlich arbeitenden Vorstände wüssten die Vorteile des AK heute sehr zu schätzen, so Moczygemba.

Während die Kinder sandelten und über die Kleinkind gerechten Spielgeräte turnten, blickte Gemeinderätin Sabine Gross als ehemalige Vorstandsfrau einer Kleinkindergruppe und Sprecherin des damaligen informellen Arbeitskreises zurück auf die lange und erfolgreiche Arbeit des AK, der politisch seit den 90er Jahren für die Anerkennung der Kleinkindergruppen und finanzielle Unterstützung kämpfte, die heute durch die annähernde Gleichstellung mit den anderen Trägern im Bereich der Kleinkinderbetreuung erreicht werden konnte.

Kariane Höhn, Leiterin der Abteilung Tagesbetreuung für Kinder der Stadt Reutlingen, war persönlich verhindert, betonte aber in ihrem schriftlichen Grußwort, dass die Kleinkindergruppen die Reutlinger Landschaft der Kindertagesbetreuung für die Jüngsten bereicherten, weil die Eltern sich in den Vereinen engagieren und Verantwortung übernähmen. Höhn merkte an, dass durch die fachliche Unterstützung des AK das spezifische Betreuungsangebot der Kleinkindergruppen auf inzwischen 35 Prozent des Marktanteils in der Kleinkinderbetreuung in Reutlingen ausgebaut werden konnte und dankte dem Vorstand des AK und den Mitarbeiterinnen der Kontakt- und Beratungsstelle für die engagierte Aufbauarbeit des Beratungsangebots und die bislang gute Zusammenarbeit.

Als Höhepunkt des Festes machte Clown Paul Jung und Alt eine rote Nase und begeisterte mit seinem Programm. Gemütlich klang der Nachmittag aus mit Gesprächen zwischen ehemaligen und aktiven Mitgliedern der Kindergruppen und begeisterten Kindern in der Hüpfburg, im Sandkasten und beim Bobbycar-Rennen.

Quelle: Reutlinger Nachrichten, 4.06.2011 (Eigenbericht AK)



RN 27.05.2011: Der Austauschbedarf ist hoch

Reutlingen. Seit fünf Jahren gibt es den Arbeitskreis der Kleinkindergruppen Reutlingen. Ein Grund zu feiern, finden die Vorstandsfrauen. Am Samstag soll es deshalb in der " Rappelkiste" rund gehen.
Artikel von Marie-Louise Abele
Fünf Jahre, das ist ein sehr guter Grund zum Feiern. Vor allem, wo doch die Personalfrequenz gerade im Kleinkindbereich sehr hoch ist und noch immer die gleich starke Riege den Karren zieht. Die Fachberaterinnen der Kontakt- und Beratungsstelle des Arbeitskreises Gundula Neuscheler und Carola Reinmuth, die sich seit drei Jahren gemeinsam eine halbe Stelle teilen, sowie die ehrenamtlichen Vorstandsfrauen Bettina Noack, Sabine Drews, Birgit Moczygemba, Bettina Hermes und Tanja Wagner sind noch immer mit Feuereifer dabei. 17 Reutlinger Trägervereine und vier aus Pfullingen, Eningen, Wannweil, teilweise mit mehreren einzelnen Gruppen, betreuen sie, wobei sie nur innerhalb der Stadtgrenzen beratend tätig sein dürfen.

"Der Austauschbedarf ist hoch", so Gundula Neuscheler. Gerade weil die Vorstände in den einzelnen Gruppen meist nur ein Jahr ehrenamtlich tätig sind, gibt es viele konkrete Fragen und den Wunsch nach individueller Beratung, denn jede Gruppe hat einen anderen Hintergrund und die Anforderungen an Kleinkindgruppen sind stark gestiegen. Themen wie Qualitätsentwicklung, Arbeits- und medizinische Sicherheit, Geschäftsführung, Personalführung von Fachkräften, Betriebserlaubnisse, Raumprobleme und entsprechende pädagogische Ausstattung sind hier Alltag. Was ehemals aus der Not heraus zur Entlastung der Eltern entstand, ist mittlerweile zu einem eigenen Geschäftsbereich geworden, der auch politisch gefordert wird. Der Arbeitskreis bildet, als eine stabile Komponente, ein Schnittpunkt zwischen den Vereinen und den öffentlichen Stellen.

Im Jahre 1996 fing alles an, in Reutlingen wurden die sich immer mehr bildenden Kleinkindgruppen durch feste Zuschüsse der Stadt unterstützt. 2003 bewirkte die eingeführte Krippenförderung des Landes Baden-Württemberg einen quantitativen und qualitativen Ausbau der Kleinkinderbetreuung auch in Reutlingen. Eine Koordinierungsstelle wurde unumgänglich. Der Arbeitskreis der Kleinkindergruppen Reutlingen, zunächst als informelles Treffen der einzelnen Vereine ins Leben gerufen, wurde dann am 26. Juni 2006 als Verein und damit Dachverband gegründet - und ist nun ein Partner auf Augenhöhe.

"Wir treffen uns fest etwa vier Mal im Jahr mit den Vorständen, bieten darüber hinaus Fortbildungen und Vorträge an und laden jährlich zum Krippenfachtag ein", so Carola Reinmuth. Finanziert werden die Vereine natürlich nach wie vor durch Elternbeiträge, 68 Prozent der Betriebskosten übernimmt seit 2009, nachdem sich der Landkreis zurückgezogen hat, die Stadt. "Wir erleben, dass die Nachfrage nach längeren Betreuungszeiten steigt", so Sabine Drews. So werden wohl in Zukunft weiterhin neue Gruppen gegründet, und es gibt noch lange genug zu tun für den Arbeitskreis.

Gefeiert wird das kleine Jubiläum mit Kind und Kegel am Samstag, 28. Mai, von 14 bis 17 Uhr in den Räumen der Rappelkiste, Peter-Rosegger-Straße 3. "Eingeladen sind alle ehemaligen, aktiven und engagierten Eltern, derzeit betreute und ehemalige Kinder sowie alle Unterstützenden der Kleinkindgruppen und des Arbeitskreises", so das Vorstandsteam.

Gute Gespräche und ausgelassene Stimmung sollen bei Kaffee und Kuchen im Vordergrund stehen. Kinder können sich bei zahlreichen Bewegungsspielen mit Hüpfburg und Co. verausgaben. "Um 16 Uhr wartet eine ganz besondere Überraschung für die Kinder", so ein Tipp der Vorstandsfrauen.

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Reutlinger Nachrichten am 07-06-2008



Eine zufriedene Rappelkiste

Arbeitskreis Kleinkindergruppen seit zwei Jahren als Verein erfolgreich

Machen sich stark für die Reutlinger Kleinkindgruppen: Gundula Neuscheler und Carola Reinmuth (beide Mitte) mit den Vorstandsfrauen des Arbeitskreises (v.l.) Sabine Drews, Bettina Noack, Birgit Moczygemba, Bettina Hermes. Foto: Abele

Er ist Sprachrohr für 21 Trägervereine, als Kontakt- und Beratungsstelle gibt es den Arbeitskreis Kleinkindergruppen bereits seit über 15 Jahren. Nun bewilligte die Stadt dem Verein eine 50-Prozent-Stelle.

MARIE-LOUISE ABELE

Reutlingen: Ihre Arbeit wird mittlerweile honoriert und sie bekommen Gehör. Gundula Neuscheler und Carola Reinmuth leiten seit mehreren Jahren die Kontakt- und Beratungsstelle "Arbeitskreis der Kleinkindergruppen e.V.", jetzt bewilligte ihnen die Stadt eine 50-Prozent-Stelle für die notwendige Koordination. Sie arbeiten gemeinsam mit einem fünfköpfigen Vorstand.

"Wir sind zufrieden", sagt Gundula Neuscheler, Diplom-Sozialpädagogin und zweifache Mutter. Ihr Engagement in der Reutlinger Kleinkindlandschaft begann vor sechs Jahren als Vorstand der "Rappelkiste", hinzu kam die ehrenamtliche Tätigkeit im Arbeitskreis. Genau wie bei Carola Reinmuth, die als Vorstand in der Betzinger "Bärenbande" begann. So ist ihnen die arbeitsintensive ehrenamtliche Vorstandstätigkeit vertraut.

"Der Ursprung des heute so vielfältigen Angebots der Kleinkinderbetreuung in Reutlingen liegt lange zurück", erzählt Neuscheler. Bereits 1985 wurden die ersten Reutlinger Kleinkindergruppen von engagierten Eltern zur Selbsthilfe gegründet. Ihre Anliegen: die Entlastung der Eltern und die Möglichkeit sozialer Kontakte mit Gleichaltrigen für die Kinder, bekamen doch viele erst mit vier Jahren einen Kindergartenplatz.

Mit der Zunahme der Elterninitiativen im Stadtgebiet entstand gleichzeitig auch ein informelles Forum, ein "Arbeitskreis der Kleinkindergruppen", in dem sich die Vorstände der Gruppen austauschen und ihre Interessen formulieren konnten. Einen ersten politischen Erfolg erzielte der Arbeitskreis 1996: Der Reutlinger Gemeinderat beschließt, die Kleinkindergruppen durch Übernahme der Mietkosten und eines Teils der Nebenkosten sowie einer Sachkostenpauschale zu unterstützen. Die im Jahr 2003 eingeführte Krippenförderung des Landes Baden-Württemberg bewirkte einen quantitativen und qualitativen Ausbau der Kleinkinderbetreuung auch in Reutlingen. Die neuen Strukturen erforderten immer mehr eine feste Koordination.

Mittlerweile sind es 17 Trägervereine von Kleinkindergruppen aus Reutlingen sowie vier aus Pfullingen, Eningen, Wannweil. "Gemeinsam ist allen Mitgliedsvereinen, dass sie zumeist aus Elterninitiativen entstanden sind und Betreuungszeiten zwischen sechs und 25 Stunden wöchentlich anbieten", erklärt Reinmuth. Inzwischen sind die Gruppen anerkannte Träger der freien Jugendhilfe.

In den letzten Jahren sind die Anforderungen an die Vorstände durch zunehmende Professionalisierung gestiegen. Viele der Gruppen beschäftigen mindestens zwei angestellte Fachkräfte, auch betreiben einige Vereine mehr als eine Gruppe. "Wir beraten die Vorstände der Reutlinger Kleinkindergruppen in allen wichtigen Bereichen, sei es Personalführung, Vereinsrecht, Fragen zur Finanzierung oder zur Qualifizierung der Erzieherinnen", so Neuscheler.

Die Sicherung der Qualität in den Kleinkindergruppen ist eine der wichtigsten Aufgaben der Beratungsstelle. Denn die ehrenamtlich tätigen und häufig wechselnden Vorstände sind Eltern mit unterschiedlichsten Hintergründen, die in ihrem Verein sämtliche Aufgaben der Betriebsführung verantworten. Die Mitarbeiterinnen der Kontaktstelle bieten persönliche, telefonische oder schriftliche Beratung für die Vorstände und somit eine gewisse Kontinuität für die Arbeit der Vereine. Außerdem bilden sie den Schnittpunkt zu öffentlichen Stellen und vertreten die Interessen der Gruppen in verschiedenen Gremien gegenüber der Stadt und dem Landkreis, die ihrerseits auf die gut funktionierenden Gruppen angewiesen sind. Kleinkindgruppen sind mittlerweile ein Politikum für die Kommunen.

"Die Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung und Kreisjugendamt ist sehr positiv und produktiv", betont Vorstandsmitglied Bettina Noack vom Mutter-Kind-Zentrum. Sie sieht den Vorteil des Arbeitskreises vor allem in seiner unabhängigen Arbeitsweise.


Erscheinungsdatum: Samstag 07.06.2008 in den Reutlinger Nachrichten


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Reutlinger Generalanzeiger vom 05-06-2008

REUTLINGEN. Sie kümmern sich seit Jahren um insgesamt 21 Trägervereine, beraten, informieren und schlagen eine Brücke zwischen Stadt und Verein: die beiden Mütter Gundula Neuscheler und Carola Reinmuth.
Gemeinsam wirken die Sozialpädagogin und Kommunikationswissenschaftlerin in der Kontakt- und Beratungsstelle des Arbeitskreises der Kleinkindergruppen Reutlingen. Von hier aus unterstützen sie die ehrenamtlich tätigen Vorstände der Trägervereine. Und weil sie das offensichtlich erfolgreich tun, wird ihre Arbeit jetzt von der Stadt mit einer 50-Prozent-Stelle honoriert. Fünf Frauen aus den Gruppen unterstützen Neuscheler und Reinmuth dabei als Vorstand.
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Den ganzen Artikel können Sie beim GEA (externer Link) lesen


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Leserbrief zum Gemeinderatsbeschluss vom 23.07.09


Mehr und bessere Betreuung für Kinder unter drei Jahren – so lautet die Forderung von Eltern, Politik und Gesellschaft. Die im Arbeitskreis der Kleinkindergruppen Reutlinger e.V. zusammen geschlossenen Eltern-Kind-Initiativen bieten seit Jahren Betreuungsplätze für Kleinkinder an und konnten dank kommunaler und Landesförderung in den letzten Jahren ihr Platzangebot stetig ausbauen und die Qualität verbessern.

Durch neue gesetzlichen Vorgaben seit Anfang 2009 wurde wieder einmal ein Gemeinderatsbeschluss zur Finanzierung der Kleinkindergruppen notwendig. In der letzten entscheidenden Sitzung des Gemeinderats standen die Umsetzung der angepassten Finanzierungssystematik entsprechend der Neuordnung des Kindertagesbetreuungsgesetzes Baden-Württemberg sowie die Freigabe von finanziellen Mittel für die Schaffung von 40 neuen Betreuungsplätzen in Reutlinger Kleinkindergruppen auf der Tagesordnung.

Die neue Finanzierungssystematik ist von der Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis und Vertretern der Trägervereine ausgearbeitet worden. Erfreulicherweise befürworteten alle Fraktionen einstimmig das vorgeschlagene Finanzierungsmodell für die Kleinkindergruppen in den zumeist von Eltern getragenen Vereinen. Damit werden die Gruppen mit Öffnungszeiten ab 10 Wochenstunden den Trägern mit längeren Öffnungszeiten weitgehend gleichgestellt. Das bedeutet für die Trägervereine einen Meilenstein, da sie endlich Planungssicherheit und eine solide Finanzierungsbasis erhalten. Der Gemeinderat votierte trotz Haushaltssperre geschlossen für die damit verbundenen Mehrausgaben.

Die finanziellen Mittel für die Schaffung von 40 zusätzlichen Plätzen in den Reutlinger Kleinkindergruppen wollten nicht alle Fraktionen sofort freigeben. Die CDU befand, dass dieser Posten zum jetzigen Zeitpunkt nicht entschieden, sondern in die Beratungen zum Nachtragshaushalt vertagt werden sollte. Die betroffenen Trägervereine sind sehr froh über die dennoch mehrheitliche Zustimmung zur Schaffung der neuen Plätze. Somit können diese tatsächlich zum Beginn des Jahres 2010 angeboten werden.

Wir freuen uns über das deutliche „JA“ des scheidenden Gemeinderats zur Kleinkindbetreuung in Elternträgerschaft und zu den 40 neuen Plätzen! Auch die Vorarbeit und Unterstützung der Verwaltung möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich anerkennen.

Mit diesem Beschluss wird die Qualität der bestehenden Plätze in den Reutlinger Kleinkindergruppen langfristig gesichert, die Schaffung weiterer Plätze bald ermöglicht und die ehrenamtliche Arbeit in den Trägervereinen gestärkt. Dieses positive Signal vor der Sommerpause motiviert die engagierten Eltern und Erzieherinnen für die Weiterführung ihrer Arbeit.

Carola Reinmuth und Gundula Neuscheler, Arbeitskreis der Kleinkindergruppen Reutlingen e.V.







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