Textversion

Kleinkindbetreuung von Eltern organisiert

In den Reutlinger Kleinkindergruppen werden Kinder mit einem Aufnahmealter von 1 bis 1,5 Jahren bis zum Übergang in den Kindergarten von pädagogischen Fachkräften betreut. Träger der rund 30 Gruppen sind - meist von Eltern organisierte - gemeinnützige Vereine, die als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt sind. Die Eltern bringen ihre Vorstellungen ein und engagieren sich entsprechend ihrer Möglichkeiten in der Organisation der Kleinkindergruppe.

Die Gruppengröße liegt bei ca. 10 Kindern, die wöchentliche Betreuungszeit zwischen 10 und 30 Stunden. Bis 15 Stunden werden die Kleinkindergruppen als „Betreute Spielgruppen" bezeichnet, ab 15 Stunden als „Kleinkindgruppen/Krippen“. Die Schließzeiten variieren zwischen 6 Wochen im Jahr (inzwischen die Regel bei Krippengruppen) und 8 Wochen (bei einigen der „Betreuten Spielgruppen“).

Die Erziehung, Bildung und Betreuung der Kleinkinder in überschaubaren Gruppen fördert die kindliche Entwicklung und das soziale Lernen der Kinder. Wie wichtig die Beziehungen unter Gleichaltrigen auch schon für Kleinkinder unter 3 Jahren sind und wie sehr sie davon profitieren, haben Kornelia Schneider und Wiebke Wüstenberg in ihrer kürzlich veröffentlichten Forschungsarbeit eindrücklich belegt ("Was wir gemeinsam alles können", 2014)
Die Betreuung in einer Kleinkindergruppe entlastet nicht nur die Eltern und leistet einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Berufstätigkeit. Sie ermöglicht auch Kontakte zu anderen jungen Familien und gegenseitige Unterstützung.

Die Kosten für die Betreuung werden durch öffentliche Zuschüsse der Kommune (Stadt Reutlingen, bzw. Standortgemeinde), des Landes Baden-Württemberg, durch Mitgliedsbeiträge und Besuchsgelder gedeckt. Diese variieren je nach Stundenumfang und Anzahl der Fachkräfte.
Seit 2009 haben die Träger von Kleinkindergruppen ab 10 Stunden wöchentlicher Betreuungszeit einen Förderanspruch gegenüber der Standortgemeinde von 68% der Betriebskosten, Voraussetzung ist die Aufnahme in die örtliche Bedarfsplanung. Dies ist im neuen Kindertagesbetreuungsgesetz Baden-Württembergs (KiTaG) festgeschrieben.
Alle Kinder haben ab dem 1. Geburtstag einen Rechtsanspruch auf Erziehung, Bildung und Betreuung in einer Tageseinrichtung, wie einer Kleinkindergruppe oder Krippe oder in Kindertagespflege. Diesn Rechtsanspruch können Eltern gegenüber der Gemeinde einfordern, in der sie wohnen.

Eine Übersicht über das Angebot der Reutlinger Kleinkindergruppen finden Sie auf unserem Flyer zum Download [143 KB]



Aktuell

Neue Adresse der Kontakt- und Beratungsstelle

Ab dem 1. Februar 2016 hat die Kontakt- und Beratungsstelle des Arbeitskreises der Kleinkindergruppen Reutlingen e.V. eine neue Postanschrift:
Behringstraße 48
72766 Reutlingen
Tel. 07121 - 334 895 oder - 577 266
Email: info@ak-kleinkindergruppen.de

Für persönliche Beratungsgespräche bitte telefonisch oder per Email einen Termin und Ort mit den Beraterinnen vereinbaren!



Fachtag Qualitätsentwicklung im Oktober 2015

Und alle machen mit – Partizipation in der Kleinkindergruppe“

Fachtag am 17. Oktober 2015 mit Silvia Leippert-Thomas und Hannes Lachenmair im Kinder- und Familienzentrum Ringelbach

Vor gut einem Jahr wurde unser Leitfaden zur Qualitätssicherung auf der Grundlage des BAGE-Konzepts fertig gestellt, am 1. Oktober 2014 wurde die Broschüre „Die besondere Qualität“ im Spitalhof der Öffentlichkeit präsentiert. Inzwischen haben die Mitgliedsvereine des Arbeitskreises der Kleinkindergruppen (AK) sich in der Anwendung geübt und schon einige Erfahrungen damit gesammelt.

Darüber haben wir uns an diesem Fachtag ausgetauscht,voneinander gelernt undNeues erfahren: rund 30 Personen aus den beteiligten Initiativen, Eltern, Vorstandsmitglieder und pädagogische Mitarbeiterinnen haben einen Samstag lang intensiv gearbeitet.

Im Mittelpunkt stand ein zentraler Aspekt unseres Selbstverständnisses als Elterninitiativen, der sich in den Qualitätsmerkmalen widerspiegelt: die Partizipation.
Die Beteiligung der Eltern – eigentlich eine Selbstverständlichkeit in den von Eltern organisierten Trägervereinen– muss immer wieder neu gestaltet und umgesetzt werden, indem neue Eltern für die aktive Mitarbeit gewonnen und motiviertwerden.
Die Beteiligung der Kinder ist seit dem neuenBundeskinderschutzgesetz eine Anforderung an die Konzeption, um eine Betriebserlaubnis zu erhalten. Doch wie kann diese bei den Jüngsten, den Krippenkindern, konkret aussehen?
Nicht zuletzt ginges um die Beteiligung der pädagogischen MitarbeiterInnen an ihrem „besonderen Arbeitsplatz“ Elterninitiative, den sie in großem Maße mit gestalten können.



Qualitätssicherung

"Qualität - ja klar!" - Fachveranstaltung des Arbeitskreises der Kleinkindergruppen am 1. 10. 2014

Spontan musste sogar nachgestuhlt werden – denn mit einem solch großen Interesse hatte der Arbeitskreis der Kleinkindergruppen Reutlingen e. V. nicht gerechnet, als er zur Veranstaltung „Qualität – ja klar!“ einlud. Über 100 Gäste hatten am 1. Oktober letzten Jahres den Weg in den großen Saal des Spitalhofs gefunden, um der Präsentation des Leitfadens zur Qualitätsentwicklung der Reutlinger Kleinkindergruppen beizuwohnen. „Wir sind hoch erfreut über die große Resonanz und hoffen, dass Qualität in der Kleinkinderbetreuung sowohl bei den Fachkräften und Eltern als auch in der Politik zum Wohle der Kinder weiterhin Thema sein wird“, betonte Gundula Neuscheler, Fachberaterin der Kontaktstelle des Arbeitskreises.

Neben Fachkräften und Eltern aus den Trägervereinen sowie zahlreichen Besucherinnen und Besuchern von Fachdiensten und anderen Trägern von Kinderbetreuungseinrichtungen von Tübingen bis Stuttgart waren Gemeinderätinnen und Gemeinderäte von sechs im Reutlinger Rat vertretenen Parteien gekommen. Sie zeigten ihr Interesse am Ergebnis des fast zweijährigen Projekts, das sie für den letzten Doppelhaushalt (2013/14) bewilligt hatten.
Der Arbeitskreis der Kleinkindergruppen hatte gemeinsam mit seinen Mitgliedsvereinen mit Unterstützung der Stadt Reutlingen und der Bundesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen BAGE e. V. ein eigenes Qualitätskonzept für die von Eltern getragenen Vereine entwickelt.
In seinem einführenden Vortrag „Was heißt eigentlich Qualität? - Gute Erziehung, Bildung und Betreuung und die Verantwortung des Trägers“ beschrieb Dr. phil. Stefan Faas vom Institut für Erziehungswissenschaft (IfE) der Universität Tübingen sehr eingängig die Schwierigkeiten der Messbarkeit von Qualität sowie die unterschiedlichen Ansätze zur Feststellung von guter Betreuung in Kindertageseinrichtungen. Den speziell auf die Bedarfe der von Eltern selbst organisierten Einrichtungen zugeschnittenen Leitfaden der Reutlinger Kleinkindergruppen bewertete er positiv. Bei der anschließenden Gesprächsrunde beleuchtete Moderatorin Silvia Leippert-Thomas von der BAGE den Qualitätsentwicklungsprozess von mehreren Seiten. Neben Dr. Stefan Faas und Kariane Höhn (Stadt Reutlingen) erläuterten Hannes Lachenmair (BAGE e. V.), Sabine Drews (Vorstand Arbeitskreis der Kleinkindergruppen) sowie Stefanie Stauch und Katja Stärr von der Kleinkindergruppe Sausewind e. V., wie sie das Qualitätskonzept und sein Potential einschätzen und in der Praxis anwenden.
In den an den fachlichen Teil anschließenden Gesprächen wurde deutlich, dass ein Prozess angestoßen wurde, der die Trägervereine der Kleinkindergruppen und den Arbeitskreis der Kleinkindergruppen in den kommenden Jahren weiter beschäftigen wird und muss. Klar wurde auch, dass zur Implementierung des Qualitätskonzepts in den Vereinen die Unterstützung durch die Stadt Reutlingen und den Gemeinderat unerlässlich ist. „Der Rahmen ist zusammengefügt“, so Sabine Drews in ihrem Abschlussstatement, „jetzt muss er mit vielen bunten Bildern gefüllt werden.“
Deshalb hofft der Arbeitskreis, dass auch das Folgeprojekt zur Implementierung in den laufenden Haushaltsberatungen vom Gemeinderat bewilligt wird.





Broschüre "Die besondere Qualität"

Den Leitfaden der Reutlinger Kleinkindergruppen zur Qualitätssicherung „Die besondere Qualität“ schicken wir auf Anfrage gerne zu, Kosten: 5,- € je Exemplar (Schutzgebühr, Porto und Versand).

Die Broschüre als PDF zum Download fiinden Sie hier [1.682 KB]

Einen Pressebericht zum Qualitätskonzept des Arbeitskreises aus dem Reutlinger Generalanzeiger vom 22.10.2014 finden Sie hier:



Anlaufstelle Kindertagesbetreuung

Informationen für Eltern und Träger in Reutlingen:
ANKER - Anlauf- und Beratungsstelle Kindertagesbetreuung

Seit November 2013 ist sie online: die Anlaufstelle für Kindertagesbetreuung in Reutlingen (Anker - früher Zentrale Warteliste) , eine zentrale Vormerkliste für alle Kinder, die einen Betreuungsplatz in einer Reutlinger Kindertageseinrichtung suchen.

Dieses System soll es Eltern und Einrichtungen erleichtern, den Weg zueinander zu finden, denn die Kinderbetreuungslandschaft in Reutlingen ist vielfältig. Eltern, die neu in Reutlingen sind und / oder ihr erstes Kind betreuen lassen möchten, finden sich nicht so leicht zurecht im „Dschungel der Trägervielfalt“.

Außerdem soll die Anlaufstelle für Kindertagesbetreuung der Stadtverwaltung einen besseren Überblick über den tatsächlichen Bedarf und den gewünschten Umfang der Betreuung geben. Dies ist für die Planung der Betreuungsangebote sehr wichtig. Eltern sollen bei der Anmeldung genau angeben, wie lange am Tag sie eine Betreuung für ihr Kind wünschen. Ganztagesplätze werden nach der Dringlichkeit des Bedarfes vergeben, die durch ein Punktesystem ermittelt wird. Vor allem kommt die Berufstätigkeit der Eltern zum Tragen, aber auch die Lebenssituation der Familie spielt eine Rolle. Die Reutlinger Aufnahmekriterien wurden mit den Trägern und dem Gemeinderat abgestimmt. Sie beruhen auf den gesetzlichen Vorgaben des SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz). Einen grundsätzlichen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz haben alle Kinder ab einem Jahr.

Auch wer sein Kind in einer Kleinkindergruppe in Elternträgerschaft oder bei einem Verein unter dem Dach des Arbeitskreises betreuen lassen möchte, muss sich in der zentralen Anlaufstelle registrieren und sein Kind dort bzw. im Internet anmelden. Es ist ratsam, sich vor der Anmeldung über in Frage kommende Einrichtungen zu informieren und mit ihnen Kontakt aufzunehmen, um weitere Informationen zu erhalten.
In der Vormerkliste können maximal drei Einrichtungen als Wunsch angegeben werden, wobei die erste Priorität zunächst berücksichtigt wird.
Damit die Vormerkung bearbeitet und ins System aufgenommen wird, müssen alle Fragen beantwortet und die geforderten Nachweise (z. B. über die Berufstätigkeit) beigelegt bzw. parallel eingereicht werden mit dem Namen und dem Geburtsdatum des Kindes.
Die Bearbeitung und Überprüfung der Daten erfolgt frühestens 12 Monate vor dem gewünschtren Aufnahmedatum. Sofern alle Unterlagen vorliegen, erscheint die Vormerkung etwa 6 bis 7 Monate vor dem gewünschten Aufnahmedatum bei der zuerst gewählten Einrichtung, so dass diese sich mit den Eltern in Verbindung setzen kann.
Wichtig: die zweite und dritte Einrichtung können erst dann einen Platz anbieten, wenn die erste, bzw. die zweite abgesagt hat. Wir empfehlen den Eltern, bei den gewünschten Einrichtungen nachzufragen, wenn sie nach einiger Zeit nichts hören.

Informationen zu den einzelnen Gruppen in ehrenamtlicher Trägerschaft finden gibt es hier auf unserer Homepage unter der Rubrik „Mitgliedsgruppen“ nach Vereinsnamen sortiert und unter „Betreuungsangebot“ nach Stadtbezirken. Unter den Vereinsnamen gibt es detaillierte Informationen zu den einzelnen Gruppen und Betreuungsangeboten.
Auf dem Übersichtsflyer sind die wichtigsten Informationen und Kontaktdaten aller Gruppen zusammen gestellt. Für weitergehende Informationen bitte bei den einzelnen Gruppen nachfragen!

Für Fragen zur Vormerkung steht die Anlaufstelle Kindertagesbetreuung zur Verfügung: Homepage der Stadt Reutlingen
Wenn es um die Mitgliedsgruppen des Arbeitskreise geht, wenden Sie sich gerne an die einzelnen Gruppen oder an unsere Beratungsstelle:
info (at) ak-kleinkindergruppen.de

Unseren aktuellen Flyer mit dem Betreuungsangebot der Reutlinger Kleinkindergruppen finden Sie hier [153 KB]









Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.




Anfragen

Beratungsangebot

Betreuungsangebot

Der Arbeitskreis

Downloads

Links

Mitgliedsgruppen

Presse



Letzte Änderung am Freitag, 25. März 2016 um 18:55:48 Uhr durch planwerkstadt.com




Druckbare Version